Bedienung
Zerstörendes trifft man nicht aus Versehen
Warum
Was nah und groß ist, trifft man schnell, auch aus Versehen. Wer zehnmal am Tag auf „Speichern“ klickt, trifft beim elften Mal den Nachbarn.
Wer Enter drückt, um ein Fenster wegzuklicken, soll dabei nichts löschen.
Der Dialog nennt dazu den Gegenstand und die Folge, und die Knöpfe nennen die Handlung: „‚Projekt Alpha‘ löschen?“ mit „Löschen“ und „Abbrechen“. Der Nutzer soll nicht erinnern müssen, worauf er geklickt hat.
Hart und weich
Hart: getrennt durch Ort oder deutlichen Abstand. Weich: wie. Vorgabe: Löschen an der gegenüberliegenden Kante oder im Menü der Zeile.
Hart: die zerstörende Handlung ist nie Standard. Weich: ob der Fokus auf „Abbrechen" oder auf dem Dialog selbst liegt. Vorgabe „Abbrechen".
Woran Du den Verstoß erkennst
- „Löschen“ direkt neben „Speichern“, ohne Abstand.
- „Löschen“ steht rechts unten, wo auf allen anderen Seiten „Speichern“ steht.
- „Alle entfernen“ neben „Hinzufügen“.
autoFocusauf „Löschen".- Enter im Dialog löst die zerstörende Handlung aus.
- Der Löschknopf ist der
type="submit"im Dialog-Formular. - „Sind Sie sicher?“ ohne Namen des Gegenstands. Knöpfe „Ja“ und „Nein“ oder „OK“.
Grenzen
Der Bestätigungsdialog. Dort steht „Löschen“ bewusst neben „Abbrechen“, und Zerstörendes trifft man nicht aus Versehen regelt den Fokus.
Der Nutzer hat die Handlung eben selbst gewählt und sie ist umkehrbar. Dann gilt Rückgängig statt Dialog, siehe die Fehler-Regel.
Quelle
Laws of UX › Fitts’s Law, https://lawsofux.com/fittss-law/ Nielsen Norman Group › 10 Usability Heuristics, Nr. 6 Recognition rather than recall. APG › Dialog (Modal) Pattern („set focus on the least destructive action"). Apple HIG › Alerts („include a Cancel button to give people a clear, safe way").