Formular
Der Nutzer tippt nur, was das System nicht weiß
Warum
Jedes Feld kostet den Nutzer Zeit und ist eine Fehlerquelle. Was das System selbst weiß, muss es selbst tragen.
Browser, Passwortmanager und Handytastatur helfen nur, wenn sie den Zweck kennen.
Dazu gehört das Gegenteil: Wo die Hilfe stört, bleibt sie aus. Bei E-Mail, Codes und Nutzernamen ist die Rechtschreibprüfung aus, und Felder ohne Anmeldung, etwa die Suche, rufen keinen Passwortmanager auf. Einmalcodes tragen autocomplete="one-time-code", dann bietet das Handy den Code aus der SMS an.
Hart und weich
Hart: der Zweck steht am Feld.
Woran Du den Verstoß erkennst
- Das Feld „E-Mail wiederholen“.
- Die Stadt bleibt leer, obwohl die Postleitzahl sie verrät.
- Die Kartenart wird abgefragt, obwohl die Nummer sie zeigt.
- Ein angemeldeter Nutzer tippt seine Adresse im Bestellformular neu.
- Rechnungsadresse ohne „wie Lieferadresse“.
- E-Mail, Telefon oder Betrag als
type="text"ohneinputmode. - Login ohne
autocomplete="username"und"current-password". autocomplete="off"an Name oder Adresse.- Rote Wellenlinie unter einer E-Mail-Adresse.
- Ein Suchfeld heißt
name="password", oder der Passwortmanager bietet sich im Suchfeld an.
Grenzen
Neues Passwort, wenn es nicht angezeigt werden kann. Werte, die der Nutzer bewusst prüfen soll, werden vorbelegt statt verborgen.
Freitext und Suche haben keinen festen Zweck.
Quelle
Laws of UX › Tesler’s Law, https://lawsofux.com/teslers-law/. WCAG 3.3.7 Redundant Entry. WCAG 1.3.5 Identify Input Purpose, 3.3.7 Redundant Entry. Vercel › Forms („autocomplete + meaningful name; correct type and inputmode").